Eine Erfolgsgeschichte: sensationeller Aufstieg der Gernsheimer Damen Mannschaft in die Regionalliga der DGL

Birgit Stumpf im Interview über den Aufstiegscoup!

Die DGL-Damenmannschaft des Golfresorts Gernsheim schaffte in dieser Saison den sensationellen Aufstieg in die Regionalliga der Deutschen Golf Liga (DGL). Die Regionalliga ist nach der 1. & 2. Bundesliga die dritthöchste Spielklasse der DGL. Logisch, dass wir von Birgit Stumpf der Mannschaftskapitänin mehr über den Aufstiegscoup wissen wollen.

Birgit, großartig euer Aufstieg, wir gratulieren euch ganz herzlich. Wie ist die Stimmung im Team nach einem solchen Meilenstein & wie habt ihr diesen zelebriert?

  • Vielen lieben Dank, wir freuen uns sehr über diesen Erfolg und dementsprechend ist die Stimmung im Team natürlich mega euphorisch. Wir haben direkt am Heimspieltag zusammen angestoßen. Richtig ausschweifend gefeiert wurde jedoch noch nicht, da die Ligasaison noch lief. Das holen wir jetzt sicherlich noch nach. 

Mannschaftssport bedeutet sich gemeinsam ein Ziel fassen, etwas erreichen zu wollen. Was macht eure Mannschaft aus deiner Sicht besonders?

  • Da fallen mir gleich mehrere Eigenschaften ein, denn was uns als Team ausmacht ist wohl unser Zusammenhalt, der unbändige Kampfgeist und die Resilienz gegen Rückschläge.
  • Unser Zusammenhalt innerhalb des Teams ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg unserer Mannschaft. Wir unterstützen und motivieren uns gegenseitig, setzen bedingungsloses Vertrauen ineinander. Dieser Teamgeist zeigt, dass wir nicht nur Einzeln funktionieren, sondern auch bereit sind, für das gemeinsame Ziel zusammenzuarbeiten und wirklich als TEAM zu fungieren.
  • Unser Kampfgeist lässt uns nie aufgeben, selbst wenn wir vor einer schier unlösbaren Herausforderung stehen. Er inspiriert uns, über uns hinaus zu wachsen und gemeinsam Hindernisse zu überwinden.
  • Unsere Resilienz lässt das Team auch aus Rückschlägen gestärkt hervorgehen. Denn wir wachsen daran und können somit auch einem Rückschlag etwas Gutes abgewinnen.

Das hört sich durchaus nach einem sehr eingespielten Team an. Ich bin mir sicher, die kommende Saison wird spannend und wir verfolgen jetzt schon mit Interesse euren weiteren Weg. Nun wollen wir unbedingt noch mehr über die Oberligasaison erfahren. Gib uns doch einen kurzen Einblick!

  • Wir spielten in der DGL-Oberliga Mitte 2. Dort sind wir 5 Mannschaften: Gernsheim, Rhein Main, Kiawah, Hanau und Praforst. Gespielt wird im Zählspiel, d.h. jeder Schlag zählt bis der Ball im Loch ist. Das können dann schon mal 10 Schläge oder mehr sein. Manchmal ein Kraftakt, der viel Konzentration kostet, denn Ball aufheben gibt es in diesem Spielmodus nicht. Die Saison insgesamt war ganz schön herausfordernd, denn die Terminierung der DGL ist immer sehr straff. So hatten wir im Mai und Juni jeweils zwei Spieltage im 14-Tage-Rhythmus plus Proberunde und im Juli dann noch den letzten Spieltag. Wenn man bedenkt, dass alle DGL-Spielerinnen auch noch in den AK-Ligen spielen, ist das wirklich ein sehr straffes Programm. Das wichtigste jedoch ist, wir haben es gemeistert und das mit viel Freude an der Sache und gemeinsam als Team.

Wann habt ihr gemerkt, dass der Aufstieg in greifbarer Nähe ist? Hat dann die Nervosität vor dem letzten Spieltag in der Mannschaft Einzug gehalten oder war der Aufstieg nur noch Formsache?

  • Es war unser Ziel aufzusteigen, aber dass wir im zweiten Jahr der Oberliga direkt durchstarten, damit hatten wir nicht gerechnet. Dieses Jahr lief es einfach sehr gut und wir konnten den Aufstieg am vorletzten Spieltag, was auch noch unser Heimspieltag war, vorzeitig fest machen. Ein wunderbares Gefühl.

Das ist wirklich klasse das ihr den Sieg an eurem Heimspieltag festmachen konntet. Auf dem Heimatplatz fühlt es sich der Sieg nochmal ein Quäntchen besser an. Wie trainiert ihr eigentlich? Trefft ihr euch zum gemeinsamen Training oder wird auch allein trainiert?

  • Wir haben bisher einzeln trainiert– jede mit ihrem Trainer. Ab Herbst steigen wir ins Mannschaftstraining ein um uns auf die neue DGL Saison vorzubereiten. Die Terminierung wird wohl eine Herausforderung werden, da wir alle voll berufstätig sind – ich bin mir allerdings sicher, dass wir auch das meistern.

Gibt es beim gemeinsamen Training einen individuellen Schwerpunkt für die Teammitglieder?

  • Wahrscheinlich werden das kurze Spiel und auch die Spieltaktik im Vordergrund stehen. Genaueres wird mit dem Trainer noch analysiert.

Simuliert ihr im Training unterschiedliche Spielsituationen?

  • Das wird uns künftig definitiv beschäftigen, dass wir Wettkampfituationen nachstellen.

Wird der Trainingsaufwand in der bevorstehenden Regionalligasaison größer werden?

  • Auf alle Fälle wird der Aufwand wesentlich größer sein. Wir spielen in der Regionalliga morgens 6 Einzel und nachmittags zusätzlich 3 Vierer, d.h. wir müssen abwägen wer im Vierer spieltechnisch am besten zusammenpasst und unsere Kondition & Konzentration trainieren, sodass wir für 2 Runden leistungsfähig bleiben

Vor dem Hintergrund eines anstehenden Auswärtsspiels: Spielt ihr vorher den jeweiligen Platz, um euch gezielter vorzubereiten?

  • Wir spielen immer eine Proberunde bei Auswärtsspielen. Es ist sehr hilfreich, die Gesetzmäßigkeiten und Tücken eines neuen Platzes zu kennen. Im Anschluss analysieren wir die Bahnen in der Gruppe, um unsere Eindrücke auszutauschen und uns auf den Spieltag vorzubereiten.

Eure erfolgreiche Mannschaft schöpft aus einem Kader von ca. 15 Frauen der AKs 30 und 50. Alle sind sportlich ehrgeizig, sonst würdet ihr nicht solche Ergebnisse erzielen. Du kannst an einem Spieltag aber nicht alle Teammitglieder aufstellen, oder? Ist für die Aufstellung das aktuelle Handicap das Maß aller Dinge? Nach welchen Kriterien wird ausgewählt? Entscheidest du als Kapitänin allein über die jeweilige Aufstellung oder wie läuft der Auswahlprozess ab?

  • Wir haben in unserem Kader schon eine ungefähre Aufteilung, wer was spielt. Natürlich helfen aber alle aus, wenn Not am Mann ist. Ich stimme die Aufstellung immer mit dem Team ab. Wichtig neben dem Handicap ist die mentale und physische Verfassung meiner Mitspieler.

Gab es in der abgelaufenen Saison eigentlich so etwas wie einen Angstgegner?

  • Nein, es war jede Mannschaft ein ernstzunehmender Gegner, aber einen Angstgegner hatten wir nicht. 

Habt ihr beim Heimspiel in Gernsheim Zuschauer, die euch auf der Runde begleiten?

  • Wir haben nur an der Bahn 18 einige Zuschauer, die sich in erster Linie aus nicht spielenden Teammitgliedern und Partnern zusammensetzen. An dieser finalen Bahn organisieren wir als Mannschaft immer unser sehr schönes Get-Together, was bei allen Mannschaften immer sehr gut ankommt. Bisher hatten wir auf der Runde keine Zuschauer, was aber daran lag, dass viele gar nicht wussten, dass Heimspieltag ist. Wir würden uns aber in der neuen Saison sehr über mehr Marketing und somit über mehr Zuschauer freuen.

Na das lässt sich sicher einrichten! Wir bleiben am Ball und verfolgen eure weitere sportlich Reise! Vielen Dank Birgit für diesen interessanten Einblick in eure Aufstiegsgeschichte und eurer Mannschaftsleben.

Autorin: Myriel Weiland, GOLF absolute Redakteurin

Interview-Partnerin: Birgit Stumpf, Mannschaftskapitänin der DGL-Damenmannschaft des Golfresorts Gernsheim

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