Gesund spielen, besser spielen, länger spielen: Warum für Golf Pro Wan-Rae Cho die Gesundheit wichtiger ist als das Handicap

Viele Golfer arbeiten an ihrem Schwung. Nur wenige arbeiten zuerst an der Grundlage dafür: dem eigenen Körper. Dabei entscheidet genau dieser darüber, wie lange Golf wirklich Freude macht. Wie konstant ein Spieler performt. Und ob aus Leidenschaft irgendwann Belastung wird.

CHO verfolgt im Golfpark Bachgrund deshalb einen Ansatz, der im modernen Golfsport immer relevanter wird: weniger Fokus auf reine Technik, mehr Verständnis für Bewegung, Belastung und Gesundheit. Wer mit ihm trainiert, merkt schnell, dass es hier nicht nur um besseres Handicap geht, sondern um nachhaltiges Golf. Um einen Körper, der leistungsfähig bleibt. Und um ein Spiel, das auch Jahre später noch funktioniert.

Schon früh wusste CHO, dass er Golftrainer werden möchte. Mit 14 Jahren stand dieser Berufswunsch für ihn fest und mit 17 Jahren absolvierte er seinen ersten Trainerschein. Heute verbindet er fundiertes Golf-Know-how mit zusätzlicher Expertise als ausgebildeter Golf-, Fitness- und Teamtrainer. Ergänzt wird sein Ansatz durch Impulse aus anderen Sportarten wie Tanzen, Billard, Bowling, Judo und Yoga.

Sein Blick auf Golf ist dadurch breiter geworden und vor allem klarer.

Wenn Golf zur Belastung wird

Was oft unterschätzt wird: Golf kann den Körper stark beanspruchen vor allem dann, wenn Bewegungen nicht zur eigenen körperlichen Voraussetzung passen.

Rückenprobleme, Ellbogen-, Hüftproblemen, Kniebeschwerden, Beschwerden in Schultern oder Handgelenken gehören für viele Spieler zum Alltag. Häufig sind diese bereits Vorschädigungen, und das Golfspielen verstärkt diese Schmerzen.

Die Folge: Spieler spielen mit Schmerzen, das Ergebnis ist schlechter, im schlimmsten Fall verlieren sie die Freude oder hören ganz auf.

„Viele Spieler reagieren erst dann, wenn der Körper bereits Signale sendet und  sie schon Schmerzen haben“, sagt Cho. „Dabei müsste Prävention viel früher beginnen.“

Bewegung vor Technik

Im Unterricht geht es deshalb nicht darum, ein perfektes Schwungbild zu imitieren.

Die zentrale Frage lautet: Wie bewegt sich der Körper und ist diese Bewegung langfristig sinnvoll?

Dafür analysiert CHO die individuellen Voraussetzungen seiner Spieler und passt den Schwung entsprechend mit 3D-Kraftmessplatten an. Alter, Beweglichkeit und körperliche Einschränkungen spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Was für einen guten Spieler gut funktioniert, ist nicht automatisch für einen anderen Spieler geeignet.

Kräfte verstehen statt nur nachahmen

Statt wahllos Bälle zu schlagen und Golftipps aus dem Internet nachzuahmen, lohnt sich ein strukturierter Ansatz. Wer mit moderner Technologie wie 3D-Kraftmessplatten, Radarsystemen, Rundenanalysen arbeitet, verbessert sein Spiel erheblich.

Sie machen sichtbar, was sonst verborgen bleibt: Zum Beispiel wie Kräfte entstehen, wann sie wirken und wie sie auf den Ball übertragen werden.

Der entscheidende Gedanke dahinter:
Der Ball reagiert auf Kraft, nicht auf ein perfektes Schwungbild.

Das verändert den Blick auf das Spiel grundlegend. Selbst mit einem untypischen Schwung kann ein Ball konstanter, weiter und gerade fliegen, wenn die Kraft dahinter stimmt.

Lernen in kleinen Schritten

Viele Spieler haben Hemmungen, Unterricht zu nehmen. Die Sorge, alles verändern zu müssen, ist groß.

Deshalb setzt CHO bewusst auf ein klares Konzept, Zeit, Druckpunkt, Größe der Kraft und Form der Kraft.

Das Ziel ist nicht Überforderung, sondern Vertrauen in die eigene Bewegung und in den Prozess.

Golf als langfristige Entscheidung

Ein Gedanke zieht sich durch das gesamte Spiel: Golf ist ein Sport fürs Leben – wenn man ihn richtig lernt.

Dazu gehört mehr als Technik:

  • ein Körper, der die Bewegung tragen kann
  • ein Verständnis für die eigene Bewegung
  • und die Bereitschaft, sich ein Leben lang zu verbessern

Golf als Sport fürs Leben

Am Ende geht es für CHO um mehr als Technik oder kurzfristige Erfolge.

Golf soll langfristig funktionieren – körperlich, mental und mit Freude am Spiel. Dafür braucht es Bewegungen, die zum eigenen Körper passen. Verständnis statt Nachahmung. Und Training, das nicht nur besser macht, sondern gesund hält.

Oder wie Wan-Rae Cho es formuliert:

„Es bringt nichts, heute gut zu spielen, wenn der Körper morgen nicht mehr mitmacht.“

Genau darin liegt auch die Stärke von GOLF absolute: Menschen dabei zu begleiten, Golf langfristig gesund, erfolgreich und mit echter Freude zu erleben.

Autor: Wan-Rae Cho, PGA Golf Professional, Golflehrer Büttelborn-Worfelden

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