Back in the game! Fünf Tipps für den Wiedereinstieg in den Golfsport

Je länger man nicht mehr Golf gespielt hat, umso größer kann die Hemmschwelle für den Wiedereinstieg sein. Dabei gibt es viele kleine Schritte, mit denen man sich auch nach einer langen Pause dem Golfsport annähern kann, ohne in Stress zu verfallen. Am wichtigsten dabei: Kleine Schritte, moderate Erwartungen – und den Spaß nicht vergessen!

Der Wiedereinstieg in den Golfsport lohnt sich

Der Golfsport hält nicht nur fit und beweglich, er ist auch nachweislich stressreduzierend. Das Naturerlebnis, die grünen Flächen, die frische Luft, das gesellige Miteinander auf der Runde – das alles macht das Golfen zu einem lohnenswerten Hobby, das die Gesundheit fördert. Doch was, wenn die letzte Runde schon Monate – oder gar Jahre – zurückliegt, der Schlägersatz eingestaubt und der Schwung eingerostet ist?

Viele Golfspielende trauen sich nach einer langen Golfabstinenz nicht auf den Platz oder glauben, alles verlernt zu haben. Doch unser Körper verfügt auch über ein motorisches Gedächtnis, ein Wiedereinstieg ist also mit ein wenig Übung und Geduld immer möglich. Noch besser gelingt dies, wenn man die Hilfe von Golf Pros in Anspruch nimmt. Sie können mit Rat und Tat zur Seite stehen, bei der „Bestandsaufnahme“ zum eigenen Spielstatus helfen und einen Trainingsplan erarbeiten.

Vor allem jetzt zu Saisonbeginn, wenn die Temperaturen mild sind, lohnt es sich also, über den eigenen Schatten zu springen! Hier sind fünf Tipps für Ihren Wiedereinstieg in den Golfsport:

Tipp 1:

Einen Auffrischungskurs buchen

Überforderung – dieses Gefühl kann vorherrschen, wenn man nach einer langen Pause überlegt, wieder in den Golfsport einzusteigen. Wie soll man den Wiedereinstieg gestalten? Was trainieren und wie intensiv herangehen? Um solche und ähnliche Fragen zu beantworten, empfiehlt sich das Buchen eines Auffrischungskurses; ein Format, das die meisten Golfclubs anbieten.

Auffrischungskurse sind extra für Golfer mit einer gewissen Erfahrung konzipiert, die ihre Technik wieder auffrischen oder eine Bestandsaufnahme vornehmen möchten. Die Kurse sind je nach Golfclub oder Golfschule unterschiedlich aufgebaut. Meistens umfassen sie aber verschiedene Trainingsblöcke, zum Beispiel zum langen Spiel, zu Putten, Chippen, Pitchen und zum Driver. Manche Kurse beinhalten auch theoretische Abschnitte zur Regelkunde.

Wenn Sie sich folgende Fragen stellen, ist ein Auffrischungskurs die richtige Wahl für Sie:

  • Wie steht es allgemein um meine Golftechnik? Wo stehe ich nach meiner Pause?
  • Bin ich fit und beweglich genug, um wieder in den Golfsport einzusteigen?
  • Wie steht es um meine Kenntnisse der unterschiedlichen Schlagarten? (z.B. Chippen, Pitchen)
  • Was und wie sollte ich nun konkret trainieren, womit anfangen?
  • Was ist aktuell die größte „Schwachstelle“ in meinem Golfspiel?
  • Welche realistischen Ziele kann ich mir setzen?
  • Wie kann ich mich dem Golfspiel ohne Stress wieder annähern?
  • Ist mein Equipment noch gut genug für den Wiedereinstieg?

Der große Vorteil eines Auffrischungskurses ist die schrittweise Bestandsaufnahme zu Ihrem ganz persönlichen Kenntnisstand. Der sanfte Einstieg findet außerdem in einem „sicheren Rahmen“ unter Gleichgesinnten und unter der Anleitung eines Golf Pros statt. Dies kann Stress und Unsicherheit reduzieren und Hemmungen abbauen, da man sich nicht allein auf die Range „wagen“ muss.

Der Golf Pro erkennt durch seine Erfahrung genau, wo Sie in Ihrer persönlichen Golfreise stehen und kann sagen, wie Sie weitertrainieren sollten. Auch zu der Frage, ob Teile Ihres Equipments einer Erneuerung bedürfen, kann der Pro Sie fachkundig beraten.

ZUSATZTIPP für Besucher der GOLF absolute-Anlagen: GOLF absolute bietet in all seinen Golfanlagen Aufbaukurse für Golfspielende an, die gerade ihre Platzreife gemacht haben. Die Kurse eignen sich durch ihren modularen Aufbau, bei dem alle Schlagarten vertieft werden, aber auch für Golf-Wiedereinsteiger! Mehr Infos im GOLF absolute Shop

Tipp 2:

Langsam anfangen

Der erste Schlag auf der Range ist direkt ein fieser Bodentreffer. Der Driver will nicht so wie Sie wollen. Und selbst Putts aus 30 Zentimeter Entfernung gehen vorbei …

Für den Wiedereinstieg in den Golfsport gilt vor allem eins: Ruhe bewahren, nicht in Panik verfallen und Geduld haben! Fangen Sie langsam an, am besten mit kurzen Trainingseinheiten. Wenn Sie länger pausiert haben, kann nämlich die Verletzungsgefahr erhöht sein, weil sich Sehnen und Bänder erst wieder an die Belastung gewöhnen müssen! Starten Sie daher mit kurzen Trainingsintervallen und am besten mit kleinen Bewegungen, also den Schlägen des Kurzspiels (Chippen, Pitchen, Putten) und halben Schwüngen.

Setzen Sie sich außerdem keine unrealistisch hohen Leistungsziele auf dem Platz! Nach einer längeren Golfpause direkt auf die 18-Loch-Runde gehen? Da ist die entmutigende Erfahrung so gut wie vorprogrammiert. Machen Sie Ihre ersten Schritte lieber auf der Driving Range, den Übungsgrüns oder dem Kurzplatz.

Kleiner Zusatztipp: Der Golfsport ist selbst für Spieler, die regelmäßig dabei sind, vor allem eine mentale Frage! Seien Sie nach einer Golfpause also nicht zu streng mit sich selbst. Wenn Sie bemerken, dass Stress, Selbstkritik und Verärgerung überhandnehmen, lohnt es sich, die eigenen Gedanken und Erwartungen zu überprüfen. Kultivieren Sie eine möglichst offene, positive Haltung, zum Beispiel mit Gedanken wie „Ich nehme alles so an, wie es ist“ und feiern Sie auch kleine Erfolgserlebnisse. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Beitrag: „Stressfrei golfen

Tipp 3:

Erreichbare Ziele stecken

Wenn man nach einer längeren Pause wieder in den Golfsport einsteigt, kann es sinnvoll sein, sich Ziele zu stecken, vor allem, weil die ersten Erfahrungen ernüchternd sein können. Damit man nicht gleich wieder aufgibt, kann die Definition eines Ziels auch gut sein, um sich klarzumachen, dass man sich in einem Prozess befindet. Schließlich hat der Golfsport zu viele Facetten, um sofortige Erfolge zu erwarten. Klug gewählte Ziele können motivierend wirken.

Wenn man sich ein Ziel steckt, sind dabei insbesondere zwei Dinge wichtig:

  • Setzen Sie sich ein realistisch erreichbares Ziel: Damit eine Zielsetzung motiviert und nicht überfordert, sollte es nicht zu hochgesteckt werden! Dabei spielt auch eine Rolle, wie intensiv Sie den Wiedereinstieg gestalten und wie oft und regelmäßig Sie trainieren möchten. Fordern Sie aber nicht zu viel von sich. In zwei Wochen gleich eine 18-Loch-Runde bestreiten zu wollen, wäre sicherlich zu hochgegriffen – dieses Vorhaben in zwei Monaten anzusetzen und vielleicht schon einen Termin mit Freunden dafür zu vereinbaren, kann dagegen einen positiven Ausblick bieten.

  • Definieren Sie Einzelschritte für den Weg zu Ihrem Ziel: Ein großes Ziel kann schnell unter Druck setzen. Deshalb ist es besser, Einzelschritte für den Weg zum persönlichen Ziel festzulegen, die man nacheinander angeht. So bürden Sie sich nicht zu viel auf, nähern sich Ihrem Ziel (der 18-Loch-Runde) strukturiert und erlauben sich vor allem auch mental einen behutsamen Einstieg in die Spielpraxis. So könnten Sie beispielsweise in den ersten zwei Wochen nur auf Kurzplatz und Putting Green üben, dann zwei Wochen den Eisenschwung trainieren und anschließend zwei Wochen lang das Driver-Training in Angriff nehmen. Nach sechs Wochen könnte als Teilziel auch eine 9-Loch-Runde definiert werden.

Tipp 4:

Trainerstunden buchen

Auch wenn man sich realistische Ziele oder Teilziele steckt – nach einer längeren Golfpause kann der Wiedereinstieg dennoch herausfordernd sein, vor allem auf einer mentalen und emotionalen Ebene. Schnell fühlt man sich panisch und versucht vielleicht, sich mit den zahlreichen Videos und Inhalten aus dem Internet zu behelfen. Alles in der guten Absicht, die technischen Kenntnisse wieder aufzufrischen – doch die Erfolge bleiben aus, wenn man seinen eigenen Spielstand nicht gut einschätzen und berücksichtigen kann.

Um Ratschläge zu bekommen, die wirklich auf die eigene persönliche Erfahrung, den Kenntnisstand und die Bedürfnisse zugeschnitten sind, empfiehlt sich unbedingt das Buchen einer Trainerstunde. Denn alle Inhalte aus der Internetwelt nützen nichts, wenn man sich selbst nicht richtig einschätzt und nicht die Aspekte benennen kann, an denen man zuerst arbeiten sollte.

Der Golf Pro kann eine individuelle Schwunganalyse vornehmen und einen gemeinsame Trainingsplan ausarbeiten, der nicht überfordert, zu den eigenen Zeitkapazitäten passt und vor Verletzungen schützt. Golf Pros geben auch konkrete Tipps zu Drills oder Übungen zum Muskelaufbau, je nach der individuellen Situation und Verfassung des Golfspielenden.

Golf Pros können außerdem beim Stecken von realistischen Zielen helfen. Dabei lohnt es sich auch, die eigenen Fortschritte auf dem Weg zum Ziel regelmäßig zu überprüfen, damit sich keine technischen Fehler einschleichen – eine Gefahr, die nach einer längeren Golfpause besonders groß ist – neben einer erhöhten Verletzungsgefahr! Nehmen Sie daher unbedingt die Expertise eines Golf Pros in Anspruch.

Tipp 5:

Spaß haben! Am besten mit Freunden

Bei all den Tipps zum Vorgehen beim Wiedereinstieg in den Golfsport und die Annäherung an Ziele soll aber eine Sache nicht vergessen werden: der Spaßfaktor! Schließlich ist die Spielfreude beim Golf einer der wichtigsten Faktoren, um wörtlich am Ball zu bleiben.

Vergegenwärtigen Sie sich immer wieder die Gründe, wieso Sie sich dem Golfspiel als Hobby wieder nähern möchten. Das können ganz individuelle Gründe sein. Für viele steht aber das Erlebnis im Freien im Fokus, am liebsten mit Freunden! Wenn der Stress also überhandnimmt, vereinbaren Sie eine lockere kleine Trainingseinheit mit einem Mitstreiter auf der Range oder besuchen Sie gemeinsam den Kurzplatz. Freunde können außerdem auch bei dem Besuch auf dem Platz mental entlasten; können mit kleinen Tipps oder Antworten zu Regelfragen aushelfen und so Orientierung in der ungewohnten Situation bieten.

Lösen Sie sich also vom Leistungsdenken und konzentrieren Sie sich stattdessen auf die schönen Seiten des Golfsports – vor allem auf den Gemeinschaftsaspekt und das befreiende Gefühl, das ein Hobby in der Natur mitbringt. Nehmen Sie vermeintliche „Rückschläge“ oder „Versagensmomente“ locker. Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass der Golfsport ein Prozess ist – eine Reise mit Höhen und Tiefen, mit besseren und schlechteren Schlägen, für jeden Spieler. Das Wichtigste ist und bleibt die Fokussierung auf das Positive.

Wenn Sie mit Freunden also auf Ihre erste 18-Loch-Runde gehen, sagen Sie sich: „Das ist mein Wiedereinstieg. Alles kann, nichts muss!“ – So steht einer behutsamen und entspannten Annäherung an den Golfsport nichts im Wege.

Autorin: Sabine Biskup, Freie Redakteurin

www.sabinebiskup.de

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